Presseinformationen 2016

„Simultania Kunstpreis 2016“  -  Glück möglich machen

Fotocredit: Achim Bieniek

 

Die Österreichischen Lotterien unterstützen im Rahmen ihres sozialen Engagements zum vierten Mal den „Simultania Kunstpreis“. Vorstandsdirektorin Bettina Glatz-Kremsner überreichte den Hauptpreis an Alfred Gmeiner, ARTelier Loackerhuus - Lebenshilfe Vorarlberg.

 

 

 

Zum Thema „Glück in Mir“ wurden beim diesjährigen Wettbewerb 186 Bilder eingereicht. Die prominent besetzte Jury bewertete die Werke anonym. Zwölf Finalisten aus ganz Österreich wurden bei der gestrigen Preisverleihung in der Wiener Top-Event-Location Studio 44 ausgezeichnet. Der jährlich landesweit ausgeschriebene Simultania Kunstpreis steht unter der Schirmherrschaft der Österreichischen UNESCO Kommission. Der Wettbewerb bietet Menschen mit Behinderung eine Chance ihr Selbstverständnis als Kunstschaffende zu leben.

 

 

 

„Glück in Mir“ steht auch für die künstlerische Freiheit, der Kreativität individuell Ausdruck zu verleihen“, betonte der Initiator des Simultania Kunstpreises, Maler und Pädagoge, Helmuth „PLO“ Ploschnitznigg. „Wir Betreuer fördern und motivieren, die entscheidenden Schritte setzt der Künstler allein. Es geht um Selbstbestimmung und darum, trotz Behinderung ein weitgehend selbständiges Leben zu führen.“

 

 

 

Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin der Österreichischen Lotterien, zeigte sich von der Entwicklung der gemeinsamen Initiative überzeugt: „Viele Projekte und Initiativen ließen sich ohne Hilfestellung aus der Privatwirtschaft gar nicht realisieren, oder könnten nicht lange bestehen. Hier braucht es verlässliche Partner, die zu langjährigen Kooperationen bereit sind. Als solcher Partner sind wir gerne da, reichen die Hände, und versuchen manches möglich zu machen.“

 

 

 

Den Simultania Kunstpreis 2016 holte sich ein Künstler aus dem Ländle. Bettina Glatz-Kremsner überreichte die begehrte Auszeichnung an Alfred Gmeiner aus Götzis. Gmeiner - bereits 2015 unter den Top Ten – arbeitet, begleitet von Elisabeth Fischnaller, im ARTelier Loackerhuus/Lebenshilfe Vorarlberg. Gmeiner steckt voller Ideen. Am Beginn eines Bildes entsteht bereits die Vision für das nächste. Wobei er einem Thema meist über längere Zeit treu bleibt.

 

 

 

Publikumsliebling 2016 wurde ein Steirer. Emanuel Calise zeichnet bevorzugt expressive Frauengestalten mit Bleistift und Pastellkreide. Calise arbeitet, begleitet von Herwig Tollschein, im Malatelier Randkunst/Werkstätte Anzengrubergasse in Graz. Den Publikumspreis erhielt er aus den Händen von Lucas Müller - Verkaufsmanager „Die Kalendermacher“. Müller hatte die - bis zur Preisverleihung unter Verschluss gehaltenen - Simultania-Kunstkalender 2017 mit im Gepäck. So konnte die Spannung bis zur Prämierung der Spitzenplätze gehalten werden.

 

 

 

Die Preisträger freuten sich über ihre Kunstwerke im druckfrischen Kalender und auf den individuell gestalteten LAKS-Uhren. Ihre Freude teilten die Jurymitglieder Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, Christian Strasser, Direktor Museumsquartier Wien, der Maler & Mediziner Laith Hamid sowie die beiden Künstlerinnen Brigitte „GINKO“ Kollegger und Inge Stornig.

 

 

 

Von den Förderern gratulierten neben „Kalendermacher“ Lucas Müller, Licht ins Dunkel-Geschäftsführerin Eva Radinger, Hilfswerk Steiermark-Geschäftsführer Gerald Mussnig, Pirata del Viento-Grafiker Kiko Delgado, Weingut Dürnberg-Winzer Georg Klein und der Freundeskreis „Art of Golf“, Leading Golf Resort Haugschlag & GC Murtal.

 

 

 

Die im Studio 44 Loft ausgestellten Original-Exponate beeindruckten auch die Präsidentin des Paralympischen Commitees - Maria Rauch Kallat sowie Friederike Koppensteiner von der Österreichischen UNESCO Kommission und die ehemalige Staatssekretärin Christine Marek.

 

 

 

ORF & Bingo Moderator Dorian Steidl führte schwungvoll durch den Abend. Für den musikalischen Schwung sorgten Smoky Melody mit ihrer stimmgewaltigen Julia Maurer und Lisa Valentin spontan begleitet vom Simultania Chor.

 

 

 

 

 

Preisverleihung, Simultania Kunstpreis 2016

 

Studio 44, Wien, 15. November 2016

 

 

 

Text: Barbara Hamid-Delgado

 

Simultania Kunstpreis 2016 - Wer gewinnt den Publikumspreis?

 

Fotocredit:

 

Achim Bieniek (1)

 

Barbara Hamid-Delgado (3)

 

Der Simultania Kunstpreis 2016, mit freundlicher Unterstützung der Österreichischen Lotterien, geht in die Schlussphase. Vor sechs Jahren im steirischen Judenburg initiiert, motivierte - der österreichweite Wettbewerb - auch heuer begabte junge Künstler mit Behinderung ihre Pinsel in Farbtöpfe zu tauchen. 186 Werke wurden zum Thema „Glück in MIR“ eingereicht. Eine Fachjury wählt 11 der 12 Finalisten. Jetzt können Kunstinteressierte bis 19. September per Online-Voting für ihr Lieblingsbild stimmen. Wer ist der oder die Glückliche? Wer wird Publikums-Sieger?

 

Glück in MIR – das diesjährige Motto – bietet Künstlern und Betreuern die Chance einer weiteren Facette ihrer pädagogisch-künstlerischen Zusammenarbeit. „Das Fördern künstlerischer Talente ist primäres Ziel“, betont Kunstpreis-Initiator Helmuth Ploschnitznigg. „Der Simultania Kunstpreis verbindet darüber hinaus künstlerisch und pädagogisch engagierte Institutionen für Menschen mit Behinderung. Jedes Werk aus Händen junger Künstlerinnen und Künstler wirkt als Baustein für Inklusion“.

 

Ein Grund, warum die Österreichischen Lotterien das Projekt seit nunmehr vier Jahren gerne unterstützen. Die Österreichischen Lotterien feiern 2016 ihr 30jähriges Bestehen und setzen auch im Jubiläumsjahr auf Projekte mit sozialen humanitären Schwerpunkten. „Es gilt an jene zu denken, die nicht so viel Glück im Leben haben“, betont Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin der Österreichischen Lotterien. Im November werden die Siegerbilder wieder im Studio 44 in Wien prämiert. „Wir haben viele Veranstaltungen im Studio 44, aber der Kunstpreis berührt und beflügelt mich persönlich ganz besonders“, lächelt Glatz-Kremsner.

 

Glückliche 11 der 12 Finalistinnen und Finalisten wählt die Jury. Wer im Studio 44 den Publikumspreis entgegen nimmt und welches Bild das Dezemberblatt im nächsten Simultania Kunstkalender ziert, ist noch offen, es wird online gewählt. Bis 19. September kann für den ganz persönlichen Favoriten via Online-Voting unter http://www.kunstpreis-simultania.at/online-voting/ gestimmt werden. Im Vorjahr ging der Publikumspreis in die Steiermark und 2014 ins Ländle nach Vorarlberg.

 

... und jede Stimme bewirkt ein kleines bisschen Glück!

 

 

 Text: Barbara Hamid-Delgado


"Glück in mir": Thema des Österreichischen Simultania Kunstpreises

In der bunten Welt der Simultania Liechtenstein Judenburg scheint die Sonne besonders prächtig aufzugehen: Lotterien- Vorstand Bettina Glatz-Kremsner (r.) zu Besuch im Atelier, umherzt von Florian Struber, links seine Freundin Mary Lou, Helmuth A. Ploschnitznigg Foto © Bettina Oberrainer

 

29.05.2016 | 07:30 |  (Kleine Zeitung)

 

Herausragende Arbeiten, hochkarätige Jury: Die Ausschreibung des Österreichischen Simultania Kunstpreises ist erfolgt, als Partner sind abermals die Österreichischen Lotterien dabei. Verleihung im Studio 44. Von Bettina Oberrainer

Dieses bunte Haus voller Farben, in dem sich die Sonne zu bemühen scheint, ganz besonders prächtig aufzugehen. Auf Babsi Kreuzers Bild etwa, das Pinselstrich um Pinselstrich zu einem Regenbogenwunderland wird. Töpfe, Stifte, Malerkittel. Hannes Simoner hat einen extra hippen angezogen, wirkt selbst schon preisverdächtig. Natürlich, nicht alle Farben sind schon trocken, beinahe tunkt die Schreiberin beim Fotografieren ihren Ärmel in leuchtendes Rot.

Glück gehabt! Es kommt an diesem Vormittag von höchster Stelle: Österreichs Grande Dame des Glücks beugt sich über neue Arbeiten bei Simultania Liechtenstein Judenburg: Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin der Österreichischen Lotterien, unterstützt abermals den Kunstpreis, dessen Ausschreibung nun landesweit an Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Behinderung geschickt wurde. Das Finale wird in Wiens führender Veranstaltungslocation Studio 44 gefeiert.

Sieger

Das diesjährige Thema, ein echter „Royal Flush“: „Glück in mir“. Aber wir pokern nicht, wir blicken den Spielern in die Karten – den Spielern, allein durch ihre künstlerische Arbeit echte Sieger. Das färbt ab: „Wir haben viele Veranstaltungen im Studio 44, aber der Kunstpreis ist die, die mich persönlich am meisten berührt und beflügelt“, beschreibt Glatz-Kremsner starke positive Energie. Die Lotterien feiern 30-jähriges Bestehen, wollen einen humanitären, sozialen Schwerpunkt setzen. Und „an jene denken, die vielleicht nicht so viel Glück im Leben hatten.“ Die Lotteriechefin selbst, sie hatte schon „irrsinnig viel Glück“. Für Integrationshaus- und Kunstpreis-Initiator Helmuth A. Ploschnitznigg ist es „das Heute“.
Das hier Sein und jeden Tag mit Tochter Ina, von der Schulmedizin mehrmals hoffnungslos aufgegeben, frühstücken zu können. „Dieses Glück bekommt hier eine andere Dimension.“

Das Morgen

Für Bettina Glatz-Kremsner ist Glück auch das Morgen. Die Fähigkeit, es für sich entdecken zu können, seine Mitte zu finden. „So zu sein, wie ich bin, mich nicht anpassen zu müssen. Vielleicht auch die Vorteile des Älterwerdens.“ Einfach sein, wie man ist, das lehren uns die Menschen mit Behinderung. Florian „Flo“ Struber sieht partout nicht ein, warum ich ohne Auto hier bin, mit ihm nicht eine Spazierfahrt starten kann. Liebeskundgebungen spendiert er trotzdem, das Lachen von Freundin Mary-Lou blubbert mit ehrlicher Fröhlichkeit. Und Stefan Valent macht heute ebenso auf strahlend gelaunter Kumpel. Ist ja gut, noch eine Umarmung. Sein Bleistift liegt bereit für das nächste Spiel, daneben seine geliebten Karten.

Lottosechser

Natürlich, ohne Gewitterdonner funktioniert auch Simultania nicht, aber heute geht es um Glück. Das „Glück in mir“. 80 mal 60 Zentimeter wird es groß sein, in Acryl auf Leinwand versuchen, bei der Jury den Lottosechser zu holen. Wobei diese, hochkarätig besetzt, nicht um den Sieger würfelt, sie urteilt fachlich: der Direktor des Museumsquartiers Wien Christian Strasser, Nationalbibliothek-Direktorin Johanna Rachinger, die Künstler Brigitte Kollegger, Laith Hamid (auch Mediziner), Inge Stornig.
Und im Mittelpunkt die Arbeiten, nicht die Künstler der teilnehmenden Einrichtungen. Ploschnitznigg weiß, für sie bedarf Glück nicht der Attribute, die man normal damit verbindet. Bettina Glatz-Kremsner hofft auf die Breitenwirkung dieses „kleinen, wichtigen Schrittes Richtung Inklusion“.

Florian Struber hofft noch immer auf eine Autofahrt – und gewinnt sie bei der Chefin höchstselbst. Jetzt geht auf seinem Gesicht die Sonne besonders prächtig auf.